Persönliches Budget

Das Persönliche Budget ist eine noch recht unbekannte Art von Hilfe für Menschen mit Behinderung. Es ist keine neue Erfindung und kein Extra-Geld. Es bedeutet: Geld statt Sachleistung. Man kann dazu auch „eigenes Geld" sagen. Der Mensch mit Behinderung bekommt das Geld für die Unterstützung vom Amt. Mit dem Geld besorgt und bezahlt die Person ihre oder seine Unterstützung selber; entweder von Diensten oder Privatpersonen.

Menschen mit Behinderung können mit dem Persönlichen Budget viele Sachen in ihrem Leben selbst bestimmen, denn sie können damit die Hilfe und Unterstützung bezahlen, die sie brauchen. Wenn ein Anspruch besteht, können ganz unterschiedliche Dinge, wie Hilfen im Haushalt oder bei Behördengängen und Arztbesuchen, Assistenz bei Arbeit oder Ausbildung, Fahrdienste oder Freizeitmaßnahmen, beim zuständigen Kostenträger beantragt werden. Anderen ermöglicht das Persönliche Budget, eine Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt anzunehmen. Oder der Weg aus einer Wohnstätte in die eigene Wohnung wird geebnet. Der Anspruchsberechtigte hat gegenüber dem Kostenträger eine Nachweispflicht zu erfüllen.

Seit 2008 gibt es einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget.

Die zentrale Vorschrift ist im § 29 SGB IX verankert. Maßgeblich sind die Rechtsgrundlagen in den einzelnen Leistungsgesetzen.

Die Weiterentwicklung des Persönlichen Budgets ist von der aktiven Mitgestaltung von Politik und Gesellschaft abhängig. Der Budgetnehmer als Kunde erfordert eine Neuausrichtung des Dienstleistungsverhältnis'.

wertkreis Gütersloh ist seit 2014 Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft persönliches Budget.

Susanne Esdar-Steinbeck
Susanne Esdar-Steinbeck

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