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Raphael Tigges besucht wertkreis Gütersloh – Überdurchschnittliche Vermittlungsquote im Fokus

19.02.2026
Gruppenbild Besuch Raphael Tigges

Gütersloh, 19. Februar 2026 – Der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges (CDU) war in der vergangenen Woche zu einem intensiven Austausch beim wertkreis Gütersloh in der Zweigwerkstatt Fritz-Blank-Straße zu Gast. Gemeinsam mit Geschäftsführer Emilio Bellucci, Frank Haverkamp, Bereichsleitung Berufliche Teilhabe sowie den Vorsitzenden des Werkstattrates informierte er sich über aktuelle Entwicklungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Kreis Gütersloh und diskutierte Perspektiven der Zukunft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Ein Schwerpunkt des Gesprächs waren die aktuellen Vermittlungszahlen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Bundesweit gelang 2024 lediglich 447 Werkstattbeschäftigten der Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – das entspricht einer Vermittlungsquote von nur 0,35 Prozent. Allein der wertkreis Gütersloh verantwortete davon 15 Übergänge. Das entspricht 3,36 Prozent aller bundesweiten Vermittlungen – ein Vielfaches des rechnerischen Durchschnitts einzelner Werkstattträger. Auch 2025 konnten wieder 11 Menschen vermittelt werden. Auf Inklusionsarbeitsplätzen außerhalb der WfbM arbeiten bei wertkreis Gütersloh mittlerweile etwa 145 Personen. Das sind rund 11 % des gesamten Arbeitsbereiches. „Diese Zahlen zeigen, dass konsequente Vernetzung wirkt“, betonte Geschäftsführer Emilio Bellucci. „Unsere enge Zusammenarbeit zwischen Berufsbildungsbereich und dem eigenen Bereich Berufliche Inklusion ermöglicht es uns, gezielt die Menschen zu fördern, die den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehen möchten. Dieses Ergebnis ist Ausdruck einer langfristig angelegten, strategischen Arbeit.“ Dabei stellte Bellucci zugleich klar: „Berufliche Inklusion und Werkstattangebot stehen für uns nicht im Gegensatz. Menschen, die einen Platz in einer Werkstatt wünschen oder benötigen, müssen diese Möglichkeit auch weiterhin haben. Neben der Inklusion bleibt die berufliche Teilhabe ein hohes und unverzichtbares Gut.“ Auch Werkstattratsvorsitzende Sabrina Pauleikhoff unterstrich in dem Gespräch die Bedeutung der Einrichtungen: „Für viele Beschäftigte sind Werkstätten nicht nur Arbeitsorte. Sie sind soziale Räume, geben Struktur und ermöglichen Gemeinschaft. Teilhabe heißt nicht nur Arbeit, sondern auch Sicherheit, Anerkennung und Zugehörigkeit.“ Im Anschluss an das Gespräch führte ein Rundgang durch die Arbeitsbereiche. Tigges suchte das direkte Gespräch mit Beschäftigten und ließ sich Einblicke in Qualifizierung, Produktionsbereiche und individuelle Entwicklungsperspektiven geben. Ein weiteres Thema des Tages war der laufende Transformationsprozess des sozialen Dienstleisters. Tigges zeigte sich interessiert an den strategischen Weiterentwicklungen und den wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen soziale Träger aktuell stehen. Raphael Tigges: „Der Wertkreis ist eine feste Größe und unverzichtbarer Player im wirtschaftsstarken Kreis Gütersloh. Hier werden auf beispielhafte Weise soziale Anbindung und Beitrag zur Wertschöpfung miteinander verbunden. Ich bin vielen Firmen der Region dankbar, dass sie die Leistungen der Werkstätten des Wertkreises nachfragen und nutzen und Menschen berufliche Perspektiven auch außerhalb der WfbM bieten. Mich begeistert bei meinen Besuchen immer wieder die Begeisterung, das Engagement und die Identifikation der Menschen mit Behinderungen mit „ihrer“ Werkstatt und ihrer Tätigkeit.“ Konsens des Austauschs war: Die Rahmenbedingungen verändern sich – und Teilhabeleistungen müssen weiterentwickelt werden. Gleichzeitig bleibt die politische Verantwortung bestehen, die Werkstätten als bewährten Bestandteil des „NRW-Wegs“ zu sichern. Der Besuch knüpfte an frühere Gespräche im Landtag Nordrhein-Westfalen an, unter anderem an einen Austausch des Werkstattrates mit NRW-Landtagspräsident André Kuper sowie Gespräche mit Marco Schmitz (MdL, CDU) zu Themen rund um die Entgelte der Werkstätten für Menschen mit Behinderung.